Ilia Malinin: Der „Quad God“ erobert die Olympischen Spiele 2026.

Ilia Malinin stellt Mailand auf den Kopf

Es ist Samstag, der 7. Februar 2026, und alle Augen in der Milano Ice Skating Arena sind auf einen Mann gerichtet: Ilia Malinin. Der 21-jährige Amerikaner, den wir in der Eiskunstlaufwelt mittlerweile alle als den „Quad God“ kennen, gibt heute sein offizielles Debüt auf dem Eis der Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina. Er kommt während des Kurzprogramms des Team-Events zum Einsatz, bei dem die Vereinigten Staaten nach einem starken ersten Tag derzeit in Führung liegen.

Aus meiner 30-jährigen Erfahrung in der Tanzwelt blicke ich mit einem speziellen Blick auf diesen Jungen. Was er tut, ist nicht nur Sport; es ist reine kinetische Kunst. Während Team USA gestern bereits dank Madison Chock und Evan Bates im Eistanzen Punkte holte, ist es heute an Malinin zu zeigen, warum er der absolute Topfavorit für Einzel-Gold später in dieser Woche ist.

Marketing Gold: Der neue „The Rock“ auf dem Eis?

Nicht nur auf dem Eis bricht er Rekorde. Laut einem aktuellen Artikel von Forbes ist Malinin momentan „Marketing Gold“. In den letzten zwölf Monaten strich er schätzungsweise 700.000 Dollar an Sponsoring-Deals mit Namen wie Coca-Cola und Xfinity ein. Damit ist er der bestbezahlte Eiskunstläufer dieser Spiele.

Was ich an seinem Ansatz interessant finde, ist seine Ambition außerhalb der Eisbahn. Malinin macht keinen Hehl daraus, dass er eine weltweite Berühmtheit werden will, vergleichbar mit Dwayne „The Rock“ Johnson. Er möchte den Sport aus der Nische holen und in den Mainstream bringen. Bei Miss Salsa sehen wir öfter, dass Tänzer, die diesen „Crossover“ machen, die gesamte Disziplin auf ein höheres Niveau heben.

Die Technik hinter dem Quad Axel

Für alle, die nicht täglich Eiskunstlauf schauen: Der Quad Axel ist der Mount Everest des Sports. Es ist ein Sprung mit viereinhalb Umdrehungen in der Luft. Malinin war der Erste, dem dies gelang, und er tut es mit einer scheinbaren Leichtigkeit, die fast schon unheimlich ist. Technisch gesehen ist dies vergleichbar mit einem Tänzer, der eine perfekte fünffache Pirouette auf einem Untergrund dreht, der ständig in Bewegung ist.

In der Praxis bedeutet dies, dass sein Körper Kräfte abfangen muss, denen nur wenige gewachsen sind. Er trainiert in Reston, Virginia, unter der Leitung seiner Eltern, Tatiana Malinina und Roman Skorniakov, die selbst ebenfalls olympische Eiskunstläufer waren. Diese genetische Veranlagung, kombiniert mit einem fast obsessiven Fokus auf Technik, macht ihn im Bereich der Sprünge unschlagbar.

Künstlerisches Wachstum und Choreografie

In meinen Jahren als Tanzcoach habe ich viele Talente gesehen, die technisch perfekt waren, denen aber die Emotion fehlte. Malinin erhielt zu Beginn seiner Karriere ebenfalls diese Kritik. Man nannte ihn eine „Sprungmaschine“. Aber wenn man sich sein aktuelles Kurzprogramm zur Musik von The Lost Crown ansieht, erkennt man, dass er enorme Fortschritte gemacht hat.

Mit der Choreografin Shae-Lynn Bourne hat er an seinen „Lines“ und seinem Ausdruck gearbeitet. Dies ist eine wichtige Lektion für jeden Tänzer: Technik gibt einem die Basis zum Fliegen, aber erst durch die künstlerische Gestaltung berührt man das Publikum. Malinin ist nicht mehr nur der Junge mit den Quads; er ist ein Performer, der die gesamte Arena mit seiner Präsenz zu füllen weiß.

  • Name: Ilia Malinin
  • Geburtsdatum: 2. Dezember 2004 (Fairfax, Virginia)
  • Spitzname: Quad God
  • Wichtigste Leistung: Erster und einziger Eiskunstläufer, der den Quad Axel erfolgreich im Wettbewerb landete.
  • Aktueller Status: Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2026 (Mailand).

Was können Tänzer von Ilia Malinin lernen?

Dies ist ein Athlet, der es wagt, Risiken einzugehen, wenn der Druck am höchsten ist. Heute, am 7. Februar, steht er einfach da. Er nutzt seinen Hintergrund im Skateboarden und Parkour, um sein räumliches Vorstellungsvermögen auf dem Eis zu verbessern. Das ist ein praktischer Tipp, den ich auch oft meinen eigenen Schülern gebe: Schau über deine eigene Disziplin hinaus, um in dem, was du tust, besser zu werden.

Der Fokus liegt nun darauf, Team-Gold für die USA zu holen, aber die echte Feuerprobe kommt später im Einzelwettbewerb. Wenn er dort sein geplantes Programm mit sieben Quads landet, schreiben wir Geschichte. Wir verfolgen die Updates aus Mailand über Quellen wie USA Today genau.

Es ist wunderbar zu sehen, wie eine neue Generation die Grenzen des physisch Möglichen immer weiter verschiebt. Ilia Malinin ist dafür momentan das ultimative Beispiel. Ob man nun auf der Tanzfläche steht oder auf dem Eis, dieses Maß an Hingabe verdient einfach Respekt.

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