Wann ist heute Eisschnelllauf? Die 1.000 Meter in Mailand.

Spannung auf dem Eis von Mailand

Die Atmosphäre im Milano Speed Skating Stadium ist in diesem Moment elektrisch. Für alle, die sich fragen: Wann laufen wir heute Schlittschuh? Zieht eure Sportschuhe schon mal aus und macht es euch gemütlich, denn die Action beginnt heute Nachmittag um 17:30 Uhr. Es ist der Tag der Wahrheit für die Frauen über 1.000 Meter, eine Distanz, bei der es im Kern um pure Kraft kombiniert mit einer fast tänzerischen Geschmeidigkeit geht.

In meinen 30 Jahren in der Tanzwelt habe ich oft Parallelen zwischen der Eisbahn und der Tanzfläche gezogen. Die Art und Weise, wie ein Eisschnellläufer die Kurve anfährt, erinnert mich an das 'Shaping' in einem Wiener Walzer; es geht darum, den perfekten Winkel gegen die Zentrifugalkraft zu finden, ohne das Gleichgewicht oder den Rhythmus zu verlieren. Heute sehen wir diese Technik auf höchstem Niveau bei unseren niederländischen Trümpfen zurück.

Das Programm für Montag, den 9. Februar

Konkret sieht der Zeitplan für heute wie folgt aus:

  • 16:45 Uhr: Beginn der Vorberichterstattung auf NPO 1 (NOS Studio Sport).
  • 17:30 Uhr: Start des ersten Laufs der 1.000 Meter der Frauen.
  • 18:30 Uhr: Das erwartete Finale mit den letzten Läufen.
  • 19:20 Uhr: Ende des Wettkampfprogramms.

Für die Fans, die speziell wegen der niederländischen Damen zuschauen, ist die Auslosung ziemlich interessant. Suzanne Schulting darf im allerersten Lauf gegen die Italienerin Maybritt Vigl den Anfang machen. Femke Kok kommt später in Lauf 13 gegen die Amerikanerin Brittany Bowe zum Einsatz. Und dann das große Finale: Jutta Leerdam läuft im allerletzten Lauf (Lauf 15) gegen ihre große Rivalin Miho Takagi. Es ist ein Szenario, das man sich kaum ausdenken kann, aber es sorgt für einen packenden Abschluss.

Die Technik der 1.000 Meter: Ein Tanz auf Messers Schneide

Aus meiner Erfahrung bei Miss Salsa blicke ich immer mit einem technischen Auge auf die Bewegungen. Auf den 1.000 Metern sieht man eine einzigartige Kombination aus Explosivität und Ausdauer. Während die 500 Meter reine 'Power' sind, muss man sich auf dem Kilometer seine Kräfte einteilen, so wie es ein Tänzer in einer langen Choreografie tut. Man beginnt kraftvoll, muss aber den 'Flow' bis zum letzten Schritt beibehalten.

Jutta Leerdam ist hierin die absolute Meisterin. Ihre tiefe Sitzposition und die Art und Weise, wie sie ihr Gewicht von ihrem linken auf ihr rechtes Bein verlagert, ist technisch gesehen Perfektion. Es erinnert mich an die 'Groundedness' (Bodenständigkeit), die wir in den lateinamerikanischen Tänzen suchen. Man muss mit dem Untergrund verbunden bleiben (in diesem Fall dem Eis), um diese Vorwärtsenergie zu erzeugen. Der Medienrummel um ihren Fokus und das Meiden der Presse zeigt, wie hoch die mentale Anspannung ist. In der Tanzwelt nennen wir das den 'Tunnelblick', der für eine Höchstleistung erforderlich ist; alles außerhalb der Performance muss kurzzeitig weichen.

Die Kunst auf dem Eis: Eiskunstlauf

Während die Eisschnellläufer gegen die Uhr kämpfen, blicken wir auch mit Bewunderung auf die Eiskunstläufer in der Milano Ice Skating Arena. Der Amerikaner Ilia Malinin, auch bekannt als der 'Quad God', verschiebt dort die Grenzen dessen, was physisch möglich ist. Doch für einen Tanzliebhaber ist der Japaner Yuma Kagiyama oft noch beeindruckender. Seine Musikalität und die fließenden Übergänge zwischen seinen Sprüngen sind pures Ballett auf Kufen.

Unsere eigenen Michel Tsiba und Daria Danilova sind momentan in der Schweiz, um sich optimal vorzubereiten. Sie kommen erst nächsten Sonntag zum Einsatz, aber ihr Ansatz ist bewundernswert. Sie haben sich auf Anraten von Ireen Wüst dazu entschieden, die Eröffnungszeremonie in Mailand mitzuerleben, um die olympische Energie aufzusaugen, sind aber jetzt wieder voll im Training. Das zeigt, dass Erfolg nicht nur in den Beinen steckt, sondern auch in der richtigen Balance zwischen Entspannung und Fokus.

Was wir von den Eisläufern lernen können

Ob man nun auf dem Eis steht oder auf der Tanzfläche, die Grundprinzipien bleiben die gleichen. Es geht um Rumpfstabilität, Fokus und die Fähigkeit, unter enormem Druck die Technik beizubehalten. Die Enttäuschung von Joy Beune, die am vergangenen Samstag knapp Vierte über 3.000 Meter wurde, ist eine harte Lektion im Spitzensport. Sie ist ihr bestes Rennen gelaufen, aber manchmal ist die Konkurrenz, wie die Italienerin Francesca Lollobrigida, eben das kleine bisschen stärker.

Heute hoffen wir natürlich auf ein anderes Ergebnis für die niederländischen Damen. Mit Femke Kok und Jutta Leerdam haben we zwei Weltklasse-Athletinnen, die sich gegenseitig auf ein höheres Niveau heben. Das sieht man auch oft in Tanzensembles: Gesunde Konkurrenz innerhalb eines Teams sorgt dafür, dass jeder über sich hinauswächst.

Sorgen Sie also dafür, dass Sie um 17:30 Uhr bereit sind. Die Wettkämpfe können live über die NOS und auf NPO 1 verfolgt werden. Es verspricht ein Nachmittag voller technischer Meisterleistungen und hoffentlich einem goldenen Glanz für TeamNL zu werden.

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